Motorradfahrer im Wald

Harley-Davidson für weltweite Entkarbonisierung bis 2050

Harley-Davidson schließt sich dem Trend an und spricht sich dafür aus, dass es auch bei ihnen bis 2050 keinerlei CO² Emissionen mehr geben soll.

35 Jahre. Das ist die Grenze, die sich bislang viele Großunternehmen, wie die italienische Energie-Firma Enel oder das deutsche private Strom- und Gasunternehmen und Autohersteller gesetzt haben. Keine Karbonemissionen mehr bis 2050 weltweit. Kohle – und Gasaktien werden verkauft, der Produktion von Schadstoffen wird für die Zukunft abgeschworen. Auch  Richard Branson der Virgin Group oder Paul Polman von Unilever schließen sich der Entkarbonisierung an.

Saubere emissionslose Zukunft

Toyota machte den ambitiösen Anfang mit der Toyota Environmental Challenge 2050 und versucht bis dahin 90% der CO²-Emissionen der von ihnen hergestellten Wagen, wie auch 100% der bei der Herstellung der Wagen produzierten CO²-Werte zu senken. Zudem nimmt sich der japanische Konzern auch vor 30.000 Brennstoffzellautos und 7 Milionen Hybridwagen bis 2020 zu verkaufen. Stolze Werte, die den Untergang der Industrie ankündigen.

Der Harley-Davidson Effekt

Harley-Davidson macht erst letztes Jahr durch die Anküdnigungen rund um sein elektrisches Motorrad und das Live-Wire Project Furore und auch BMW bastelt an einem full-electric Modell. Präsident und CEO von Harley-Davidson Matt Levatich, wie auch Jochen Zeitz, Mitgleid des Board of Directors von Kering and Harley-Davidson äußerten sich zum Thema Schadstoffreduzierung.

Der Ausspruch für die Emissionsreduzierung und auch noch eine die gegen Null tendiert, setzt ein wichtiges Zeichen. Vor allem wenn es von einer Firma kommt, die Trends setzte, einen bestimmten Live-Style kreierte und  auch ein gewisses Status-Symbol der Männlichkeit und Freiheit der Nachkriegsera erschuf, ist eine solche Aussage wichtig. Denn wenn eine Firma, die Coolness innehält diesen Schritt macht, ist das fast so, als würde Apple plötzlich sagen, sie produzieren ihre iMacs und iPhones nur noch durch Sonnenenergie, mit Fair-Wages und aus Bioplastik. Positiv sieht es aus und vor allem realistisch, wenn immer mehr Schritte in Richtung Ecomobility getan werden und weltweit gegen Emissionen gearbeitet wird (siehe Paris sans Voiture, Chinas Steuersätze für Elektrowagenfahrer oder Oslos autofreies Zentrum) . Zumindest positiv was die Umwelt angeht.

Text: Anna Lazarescu

Bild: Fotolia