Elektro-Roller roadmap

Sharingdienst für Elektro-Roller in Berlin

Fahrräder und Autos werden in Großstädten bereits seit Jahren ganz einfach geteilt. Unterschiedliche Sharing-Anbieter ermöglichen es ihren Kunden, die Fahrzeuge per App auszuleihen. Nun bringt die Firma Bosch mit ihrem Dienst Coup auch im Bereich Roller-Sharing ein bisschen Schwung in den Markt. Das besondere an den Scootern: Sie fahren ganz ohne Abgase.

Insgesamt 200 Elektro-Roller will Bosch ab August 2016 in Berlin zum Leihen anbieten und macht damit dem Sharingdienst eMio Konkurrenz. Wie auch bei eMio sollen die Roller ganz einfach nach einer Onlineanmeldung per App geliehen werden. Die Bezahlung der Scooter aber möchte Coup einfacher regeln als sein Konkurrent. Während bei eMio bestimmte Centbeträge pro Minute (19 Cent/min und damit 5,70 Euro für 30 min) oder angefangenem Kilometer (59Cent/km) bezahlt werden – nach Angaben des Anbieters immer die günstigere Variante – kostet eine halbe Stunde mit dem Elektro-Roller von Coup 3 Euro, zusätzliche 10 Minuten jeweils 1 Euro. Coup wäre damit die günstigere Wahl. Es sei denn man reizt seine 30 Minuten nicht aus. Einen ganzen Tag mit dem E-Roller lässt sich Bosch mit 20 Euro und damit 4 Euro weniger als die Roller-Sharing-Konkurrenz bezahlen.

Mit einem Roller, so die Idee der Anbieter, schlängelt es sich leichter selbst bei dichtem Stadtverkehr auf kurzen Strecken durch die Straßen der Hauptstadt, und mit einem E-Roller schlängelt es sich auch noch umweltfreundlich. Alles was ihr dafür braucht, um in Mitte, Prenzlauer Berg, Friedrichshain oder Kreuzberg einen der E-Scooter zu mieten, ist ein Führerschein der Klasse B oder AM, Personalausweis, Kreditkarte, die Ausleih-App des Anbieters sowie das Mindestalter von 21 Jahren. Die Anmeldung funktioniert online und in den ersten Wochen nur per Einladung, die ihr unter joincoup.com anfragen könnt.

Ein Helm ist in der Miete für die Elektro-Roller inbegriffen und auch um das Aufladen der e-Scooter kümmert sich der Anbieter selbst. Eine volle Ladung reicht dann für etwa 100 Kilometer Fahrt. Innerhalb des „Geschäftsgebiets“ – wahrscheinlich die genannten vier Berliner Stadtteile – kann der Roller nach getaner Fahrt im Prinzip überall abgestellt werden und so wie er ausgeliehen wurde auch über die App zurückgegeben werden.

 

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