Prag

Prag. Die böhmische Schönheit. Die goldene Stadt. Prag ist das perfekte Reiseziel für Urlauber, die eine Kulturreise einem Strandurlaub vorziehen. Die Stadt hat sich seit dem Ende des Kommunismus wahrlich gemacht, den Schmutz vieler Jahrzehnte abgestreift und ihre märchenhaften Straßenzüge zu voller Entfaltung gebracht. Prag ist die Stadt der hundert Türme, UNESCO-Denkmal und einfach eine der schönsten Städte der Welt, wo es hinter jeder Straßenecke Neues zu entdecken gibt. Das Altstädter Rathaus mit der berühmten astronomischen Uhr. Die Gassen des jüdischen Viertels und die Synagoge am Hauptbahnhof. Die gotische Karlsbrücke mit ihren Musikern und Statuen. Der Hügel Petřín mit dem Aussichtsturm, der an den Eiffelturm erinnert und vieles vieles mehr…

Prag ist romantisch, altertümlich und modern – aber vor allem ist es eine Stadt, die weitaus freundlicher mit Touristen umgeht, als vergleichsweise Berlin. Prag ist die Hauptstadt der Tschechischen Republik und in puncto Architektur von Gotik und Barock dominiert. Dazu kommt ein,  für Mitteleuropa, relativ mildes Klima. Prag hat drei U-Bahn Strecken und viele alte Straßenbahnen, die fast im Minutentakt durch die Stadt schwirren. Alles ist leicht erreichbar und ein Drei Tages Ticket kostet gerade mal 310 Kronen. Natürlich gehts auch mit dem Mietwagen in Prag problemlos voran. Sixt hat in der Stadt gleich vier Stationen. Da wir mit dem Zug ankamen, nahmen wir gleich die am Hauptbahnhof.

NOTIZ:

  1. In den Prager Straßenbahnen und Bussen gibt es keine Fahrkartenautomaten. Die Tickets müssen also bereits vor dem Besteigen der öffentlichen Verkehrsmittel gekauft werden.
  2. Der Wechselkurs zum Euro ist ungefähr 1:27-29. 100 Euro sind also 2700 Kronen. Geld bitte immer am Automaten ziehen oder einfach mit Karte zahlen. Die Geldtausch Geschäfte zocken richtig ab und nehmen 20%!
  3. Wer gut essen will, sollte auch einkalkulieren, dass es preislich durchaus auf das Gleiche wie in einem guten deutschen Restaurant hinaus läuft.

Wir waren Anfang April in Prag unterwegs und haben viele Bilder gemacht.

Die Straßen sind gesäumt von prachtvollen Häusern, die an den Film „Grand Hotel Budapest“ von Wes Anderson erinnern.

In Prag tragen Statuen geistlicher Personen sehr interessante Kopfbedeckungen. Ob diese auch zur Abkühlung an heißen Sommertagen genutzt werden können, blieb leider ein Geheimnis.

Die Prager Tourismus Fahrgeschäfte haben ein Faible für nachgebaute Oldtimer, mit denen Gäste durch die Gegend kutschiert werden. Es gibt davon sogar verschiedene Varianten.

Der Name „Goldene Stadt“ ist Prag verliehen worden, weil die vielen Kirchtürme und historischen Kuppelgebäude einerseits vergoldet sind, und bei Sonnenuntergang ein wunderbarer goldener Schein über der ganzen Stadt liegt.

Durch Prag zu laufen wird nie langweilig. Halbstündige Fußmärsche zu Sehenswürdigkeiten machen einem nichts aus, nur die Steigungen sollte man dabei im Hinterkopf haben. Gerade wenn es hoch zur Prager Burg geht, ist zwischendurch mal tief Luft holen angesagt.

Gerade im Frühling, kurz vor Ostern, erwacht die Stadt und wird lebendig. Die Märkte auf dem Wenzelplatz und beim Altstädter Rathaus sind dann voller Leben und bieten Trdelnik oder auch Trdlo genannt an, ein Süßgebäck, in Form einer Rolle, dass über glühenden Kohlen gebacken wird.

Eine witzige Anekdote gibt es zum Aussichtsturm Petřín (Petřínská rozhledna, der sich auf dem 318 Meter hohen Petřín-Hügel befindet. Der 63,5 Meter hohe Turm wurde anlässlich der Industrieausstellung am 20. August 1891 als Nachbau des Pariser Eiffelturms eröffnet. Da man nicht genug Geld hatte, ihn ebenso hoch wie das Original zu bauen, stellte man ihn einfach auf den Hügel.

Neben all den wunderschönen alten Häusern sind in Prag auch vereinzelt Bauwerke aus dem Kommunismus zu finden, die aber nur wenige Plätze besetzen konnten. In ihrer Monumentalität sind aber auch sie durchaus spannende Foto Objekte.

Prager haben einen Hang zu Hunden. Vor allem die kleinen Varianten sind häufig vertreten und haben ihre Spuren im Stadtbild hinterlassen. In der U-Bahn schauen sie meistens leicht genervt aus diversen Sporttaschen.

An der Karlsbrücke kann man sich für Boat Trips einmieten. Der Spaß kostet um die 13 Euro, dafür ist man ca. 50 Minuten unterwegs, bekommt in englisch, französisch oder deutsch all die historischen Gebäude erklärt und wahlweise sogar ein Bier oder einen Kaffee dazu.

Prag denkt mit, und so wird neben Fitnesscentern, die sogar nachts aufhaben, gleich das passende Fast Food geboten.

In Prag zu finden ist ebenfalls das Central and East European Law Initiative Institute (CEELI), dass 2000 als unabhängige Non Profit Organisation gegründet wurde , um eine internationale, professionelle Gemeinschaft von Reformatoren zu entwickeln, die sich der Rechtsstaatlichkeit verpflichtet fühlen. Nebenbei steht dieses, im klassizistischen Stil gehaltene, Gebäude auf einem Hang voller Weinreben, wo auch ein schnuckliges Cafe zu finden ist.

Das Fantastische an Prag ist auch die Farbgebung der Häuserreihen. Selbst auf kurzen Stücken findet man acht verschiedene Farben. Da ist ein grauer Himmel dann auch egal.

Zuguterletzt haben wir noch ein paar Impressionen gesammelt. Viel Spaß beim Anschauen von Absinthläden, weinliebenden Denkmälern, lustigen Straßenschildern, dem traumhaften Deer Hotel Restaurant, Skater Kids und anderen Schnappschüssen.