Schluss mit Wegwerfen: Die wichtigsten „Circular Days“ im Überblick

Wir leben in einer Welt, die oft immer noch nach dem Prinzip „Produzieren, Nutzen, Wegwerfen“ funktioniert. Doch es gibt eine Gegenbewegung, die immer lauter wird: die Circular Economy (Kreislaufwirtschaft). Ziel ist es, Abfall zu minimieren und Ressourcen durch Reparieren, Wiederverwenden und Recyceln im Kreislauf zu halten.

Um dieses Bewusstsein zu schärfen, gibt es mittlerweile nicht mehr nur einen einzigen Aktionstag, sondern ein ganzes Jahr voller Impulse. Hier stellen wir dir die wichtigsten „Circular Days“ und Initiativen vor, die du kennen solltest, um deinen Konsum nachhaltiger zu gestalten.

1. Circular Electronics Day (23. Januar)

Das Jahr startet direkt mit einem Vorsatz für unsere Technik-Gadgets. Dieser Tag ruft dazu auf, die Lebensdauer unserer Elektronik zu verlängern. Anstatt beim ersten Defekt oder einem neuen Modell sofort neu zu kaufen, stehen hier fünf Schlüsselaktionen im Fokus:

  • Refuse: Unnötiges ablehnen.
  • Reduce: Konsum reduzieren.
  • Repair: Reparieren statt wegwerfen.
  • Reuse: Wiederverwenden (z. B. Second-Hand).
  • Recycle: Fachgerecht entsorgen, wenn gar nichts mehr geht.

2. Circularity Days 2026 (20. Mai 2026  –  21. Mai 2026)

Am 20. und 21. Mai 2026 findet die Circularity Days 2026 Conference am MobileLifeCampus (MLC) in Wolfsburg statt. Die Veranstaltung knüpft an die erfolgreiche Kooperation der Future Automotive Production Conference (FAPC) und des Werkstoffsymposiums an und vereint erneut zentrale Akteure aus Forschung und Industrie.

  • Innovative & Smart Production
  • Life Cycle Engineering
  • AI-based Optimisation
  • Factories of the Future
  • Design & Simulation for Circular Components
  • Functional & Innovative Components
  • Sustainable Materials & Surfaces

3. World Circular Textiles Day (8. Oktober)

Die Modeindustrie ist einer der größten Umweltverschmutzer. Dieser Tag hat eine klare Vision: Bis 2050 soll die Textilindustrie vollständig zirkulär sein. Der Fokus liegt dabei auf drei Säulen:

  • Produkte & Services: Langlebige Kleidung und Reparaturservices.
  • Materialien: Nutzung von recycelten oder erneuerbaren Fasern.
  • Menschen: Faire Arbeitsbedingungen und ein Bewusstseinswandel bei uns Konsumenten.

4. Circular Week (Oktober)

Dies ist das Schwergewicht unter den Events. Die Circular Week ist eine europaweite Initiative, die meist im Oktober stattfindet (z. B. 26.–30. Oktober 2026). Hier geht es ans Eingemachte: In Workshops, Seminaren und Networking-Events treffen sich Unternehmen, Start-ups und Interessierte, um zirkuläre Geschäftsmodelle voranzutreiben. Innerhalb dieser Woche finden oft spezialisierte Tage statt, wie der Circular Construction Day, der sich speziell an die Baubranche richtet – ein Sektor mit enormem Potenzial zur Ressourceneinsparung.

5. Circular Monday (November)

Kurz bevor der Konsumrausch des „Black Friday“ einsetzt, setzt der Circular Monday ein Zeichen der Vernunft. Er findet am Montag vor dem Black Friday statt (z. B. am 23. November 2025). Die Botschaft ist simpel: Du musst nicht auf Konsum verzichten, aber gestalte ihn anders. Anstatt Neuware zu kaufen, fördert dieser Tag das Mieten, Teilen, Reparieren und den Kauf von Gebrauchtem (Upcycling/Second-Hand). Er ist die direkte, nachhaltige Antwort auf die Rabattschlachten im November.

Weitere lokale Impulse

Neben diesen großen internationalen Tagen wächst die Bewegung auch regional. Events wie die Circular Wallonia Days oder lokale Circular Economy Days in Städten wie Berlin bringen das Thema direkt vor deine Haustür. Sie zeigen ganz praktisch, wie Kreislaufwirtschaft im eigenen Kiez funktionieren kann. Diese Tage sind mehr als nur Termine im Kalender. Sie sind eine Einladung, unsere Gewohnheiten zu hinterfragen und Teil einer regenerativen Wirtschaft zu werden. Ob du dein Smartphone reparierst, Kleidung tauschst oder bewusst gebraucht kaufst – jeder Tag kann ein „Circular Day“ sein.

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