Die Industrie steht vor einer Mammutaufgabe: Der Wandel von der linearen „Wegwerfgesellschaft“ hin zu einer echten Circular Economy. Am 20. und 21. Mai 2026 wird der MobileLifeCampus (MLC) in Wolfsburg zum Schauplatz für eine der wichtigsten Fachkonferenzen in diesem Bereich – den Circularity Days 2026.
Nach dem Erfolg der Kooperation zwischen der Future Automotive Production Conference (FAPC) und dem Werkstoffsymposium bündeln die Akteure erneut ihre Kräfte. Das Ziel ist klar: Forschung und Industrie so eng zu verzahnen, dass nachhaltige Produktion nicht nur Theorie bleibt, sondern marktreif wird.
Synergien aus Forschung und Praxis
Organisiert wird die Veranstaltung von einem hochkarätigen Trio:
- Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik (IWF)
- Institut für Konstruktionstechnik (IK)
- Fraunhofer-Zentrum Circular Economy für Mobilität (CCEM)
Diese Partnerschaft garantiert einen Rundumblick – vom ersten Entwurf eines Bauteils (Design for Circularity) bis hin zu hochmodernen Recyclingverfahren und KI-gestützten Produktionsprozessen.
Die Schwerpunkte der Konferenz
Besucher können sich auf ein dichtes Programm freuen, das die gesamte Wertschöpfungskette abdeckt. Besonders im Fokus stehen dieses Jahr:
- Smart Production & KI: Wie können Algorithmen dabei helfen, Materialströme zu optimieren und Abfall zu minimieren?
- Factories of the Future: Ein Ausblick auf Fabriken, die modular, flexibel und ressourceneffizient arbeiten.
- Werkstoff-Innovationen: Neue Oberflächen und funktionale Komponenten, die langlebiger und leichter zu recyceln sind.
- Life Cycle Engineering: Die ganzheitliche Betrachtung eines Produkts von der Wiege bis zur Bahre (oder besser: zur nächsten Wiege).
Neben etablierten Experten erhalten auch Start-ups eine Bühne, um frische Impulse und unkonventionelle Lösungen für die Mobilität der Zukunft zu präsentieren.
Hintergrund: Das Fraunhofer-Zentrum Circular Economy für Mobilität (CCEM)
Ein wesentlicher Treiber hinter den Circularity Days ist das Fraunhofer CCEM. Falls du dich fragst, welche Rolle dieses Institut genau spielt: Das Fraunhofer CCEM ist ein Paradebeispiel für angewandte Forschung. Es wurde speziell konzipiert, um die Transformation der Automobil- und Mobilitätswirtschaft zu unterstützen. Hier wird nicht im Elfenbeinturm geforscht, sondern direkt an der Schnittstelle zur Praxis.
Was das CCEM auszeichnet:
- Ganzheitlicher Ansatz: Es kombiniert die Expertise verschiedener Fraunhofer-Institute (wie dem IST, IML oder IWU), um komplexe Fragestellungen der Kreislaufwirtschaft zu lösen.
- Fokus Mobilität: Da der Sektor besonders rohstoffintensiv ist (man denke an Batterien, Leichtbaustoffe und Elektronik), entwickelt das CCEM Strategien, wie wertvolle Ressourcen im Kreislauf gehalten werden können.
- Transferzentrum: Es dient als Brücke, um wissenschaftliche Erkenntnisse in industrielle Anwendungen zu überführen, etwa durch Pilotanlagen oder die Unterstützung bei der Skalierung von Recyclingtechnologien.
Warum sich ein Besuch lohnt
Ob Fachpublikum aus der Industrie, Studierende oder Technologie-Begeisterte – die Circularity Days bieten die Chance, die Köpfe hinter den Innovationen persönlich zu treffen. In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor wird, liefert Wolfsburg im Mai 2026 die passenden Antworten.