Vom 18. bis 20. Mai 2026 verwandelt sich die STATION Berlin wieder in das Epizentrum der digitalen Gesellschaft. Unter dem herrlich trotzigen Motto „Never Gonna Give You Up“ stellen sich über 1.000 Speaker der Realität von Dauerkrise, KI-Hype und einer zunehmend bedrohten Demokratie. Das Programm der diesjährigen re:publica zeigt deutlich: Es geht längst nicht mehr um bloße Gadgets und flüchtige Trends, sondern um die Widerstandsfähigkeit unserer digitalen und analogen Infrastrukturen.

Demokratie unter Druck und der Kampf um Souveränität Digitale Souveränität ist keine nerdige Nischendebatte mehr. Wenn Investigativjournalistin Carole Cadwalladr, Digitalminister Karsten Wildberger und re:publica-Mitgründer Markus Beckedahl zusammenkommen, steht eine zentrale Frage im Raum: Wie unabhängig und handlungsfähig sind wir im Netz eigentlich noch?
Gleichzeitig wird die Erosion der Demokratie im digitalen Raum schonungslos seziert. Soziologinnen wie Carolin Amlinger, Rechtsextremismusforscher Matthias Quent und Transformationsforscherin Maja Göpel diskutieren mit HateAid-Vertreterinnen, wie stabil unser gesellschaftliches Fundament überhaupt noch ist. Und wie neue, funktionierende Öffentlichkeiten aussehen müssen, damit der Diskurs nicht entgleist, debattieren unter anderem Ethik-Professorin Alena Buyx, Publizist Michel Friedman und Mastodon-CEO Felix Hlatky.
KI und das menschliche Gehirn als Schlachtfeld Wer kontrolliert eigentlich wen? Die KI-Debatte der Konferenz schwankt bewusst zwischen dystopischer Gefahr und gestalterischem Potenzial. Bestseller-Autorin Karen Hao, die die diesjährige Opening Keynote hält, Künstler-Ikone Hito Steyerl und Rechtsanwalt Chan-jo Jun widmen sich der entscheidenden Frage, zu wessen Nutzen Künstliche Intelligenz wirklich eingesetzt wird.
Parallel rückt der Mensch als biologisches Wesen im digitalen Ökosystem in den Fokus. Was machen allgegenwärtige digitale Systeme mit unserem Denken und Fühlen? Psychologie-Professorin Anna Lembke, Neurowissenschaftlerin Maren Urner und Surjo R. Soekadar (Chief Innovation Officer der Charité) liefern Antworten auf die psychologischen Nebeneffekte der ständigen Vernetzung. Brisant dürfte auch das offene Townhall-Format mit Bundesfamilienministerin Karin Prien werden, die sich der hitzigen Social-Media-Verbotsdebatte für Jugendliche stellt.

Hoffnung, harte Politik und die Zukunft der Bilder Trotz aller Krisenszenarien soll der positive Diskurs nicht zu kurz kommen. Bildungssoziologin Jutta Allmendinger, Finanzmarktexperte Kevin Kühnert und Aktivist Arne Semsrott versuchen, die Zukunft jenseits der ständigen Alarmbereitschaft neu zu erzählen. Wem das noch nicht genug politisches Gewicht ist: Das WDR Europaforum lädt unter dem Motto „Hard Times, Soft Power – Europas Rolle in der Weltunordnung“ zur geopolitischen Einordnung. Mit dabei sind unter anderem Bundeskanzlerin a. D. Angela Merkel und Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour.
Dass unsere Realität zunehmend audiovisuell geprägt wird, zeigt der zweite Veranstaltungstag mit dem Special „ON SCREEN“. Regisseur Tom Tykwer, Comedian Aurel Mertz und Moderatorin Hadnet Tesfai diskutieren die Zukunft von Film, Serien, Games und XR. Parallel dazu bringt die TINCON – Deutschlands wichtigste Konferenz für junge Menschen – die drängenden Fragen der Generation Z und Alpha auf die Bühne. Gäste wie Maria Popov, Franziska Giffey und Creatorin Susanne Siegert (@keine.erinnerungskultur) debattieren über digitale Selbstbestimmung und politische Teilhabe.
Unterstützt von einer breiten Allianz an Partnern – von der Stiftung Mercator über die Aktion Mensch Stiftung bis hin zum Land Berlin – verspricht die diesjährige Ausgabe ein massives und dringend notwendiges Programm-Update für den gesellschaftlichen Diskurs.
Event-Details im Überblick:
- Was: re:publica Berlin 26: Never Gonna Give You Up
- Wann: 18. bis 20. Mai 2026
- Wo: STATION Berlin
- Tickets & Infos: re-publica.com / re-publica.com/tickets
- Hashtag: #rp26