Ich weiß was ihr jetzt denkt. In Zeiten wie diesen, wo Menschen massenhaft aus Kriegsländern zu uns flüchten, wo immernoch große Bevölkerungsmassen in armen Verhältnissen leben und kaum etwas zu essen haben, da wirkt so ein Rolls Royce einfach verdammt dekadent. Ist es auch, zweifelsohne. Das lässt sich nicht schönreden. Aber das schlimme ist, einen Rolls Royce muss man nicht schönreden weil er schön ist. Zum Niederknien sogar. Schon von außen wirken diese Automobile so majestätisch dass man stehen bleiben muss. Keine Frage, wer einen Rolls fährt, den stört es nicht gesehen u werden. Und dennoch kauft man sich diese Auto nicht für die anderen sondern einzig für sich selbst. Vorrausgesetzt man hat schon seine Schäfchen im Trockenen. Ein paar Millionen sollten es schon sein, sonst frisst der Ghost, der Phantom und auch der Wraith schnell die Haare vom Kopf. Ich möchte nicht wissen was Ersatz- und Verschleisteile kosten. Schon das öffnen der Türe möchte zelebriert werden. Diese sind nämlich nicht wie bei den meisten Autos hinterm Vorderrad befestigt, sondern am hinteren Teil des Wagens. Man spricht auch von Suicide Doors. Ist die Tür also geöffnet und man darf eintreten, befindet man sich schlagartig in einer anderen Welt. Jedes Detail im inneren strahlt eine selbstbewußte Gelassenheit aus. Die Analoguhr im Armaturenbrett mag der eine oder andere für anachronistisch halten, jedoch wäre alles andere ein Straftat in diesem Inneraum. Der Fahrer eines Rolls Royce trägt mit Sicherheit auch keine Apple Watch, sondern höchstens eine Schweizer Uhr mit feiner Mechanik und hochwertigsten Materialien, denn diese sind auch im Rolls zu finden. Alles wan man hier anfassen kann hat Qualität und ist über jeden Zweifel erhaben.Und wenn man dann denkt, vielleicht haben sie ja beim Dachhimmel gespart und nach oben schaut funkeln einem 100 kleine Lichter, wie ein Sternenhimmel entgegen. Jedes Baby würde innerhalb von Sekunden in Tiefschlaf fallen, dafür würde auch die hervorragende Dämmung sorgen. Geräusche von außen dringen nur äußerst selten ins Fahrzeuginnere. Wer dann doch den echten Sternenhimmel vorzieht und dennoch nicht auf den Luxus von Rolls Royce verzichten mag, der greift zum neuesten Spross der Familie, den „Dawn“. Wie der Name schon erahnen lässt, geht im „Dawn“ dank elektrischem Verdeck die Sonne auf. Das Cabrio basiert auf dem Coupé „Wraith“, hat jedoch einen anderen Motor. 12 Zylinder, 6,6 Liter Hubraum und 571 PS reichen wohl aus um sich standesgemäß fortzubewegen. Die angeblich beste Geräuschisolierung, die jemals in einem Cabrio verbaut wurde, sorgt hier für Mucksmäußchenstille im Innenraum. Feinste Hölzer und belüftete sowie beheizte Sitze für alle Passagiere sind auch hier mit an Bord.

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