Die Bauwirtschaft steht vor einem massiven Wandel, und die Infrastruktur dafür wächst. Im Industriepark Cottbus-Ost hat die SERO Lausitz eine neue Baumischsortieranlage in Betrieb genommen – ein Zwei-Millionen-Euro- Investment in die regionale Kreislaufwirtschaft.
Der Bedarf an intelligenten Lösungen für Bauabfälle steigt. Wie essenziell funktionierende Recycling-Infrastrukturen für die Bauwende sind, zeigt die jüngste Entwicklung in Brandenburg: Die LEAG-Tochter SERO Lausitz hat auf den ehemaligen Tagesanlagen des Tagebaus Jänschwalde eine hochmoderne Sortieranlage für Baumischabfälle gestartet. Das Sekundärrohstoffzentrum im Industriepark Cottbus-Ost baut damit seine Kapazitäten massiv aus.
Mehr Kapazität, mehr Rohstoffe
Rund zwei Millionen Euro flossen in die neue Technik. Das Ziel ist klar: Mehr Abfälle fachgerecht behandeln und zusätzliche Wertstoffe für das Recycling zurückgewinnen. Schon im vergangenen Geschäftsjahr konnte das junge Unternehmen beachtliche 100.000 Tonnen Abfälle – darunter Beton, Gleisschotter und Böden – annehmen und aufbereiten. Mit der neuen Anlage steigt die maximale Durchsatzleistung des Standortes nun auf bis zu 40 Tonnen pro Stunde. Unter Volllast können so jährlich bis zu 150.000 Tonnen Material verarbeitet werden.
„Mit dem Sekundärrohstoffzentrum der SERO beweisen wir: Die Lausitz kann Kreislaufwirtschaft auf industriellem Niveau.“ – Adi Roesch, LEAG-Vorstandsvorsitzender
Qualitativer Sprung für das Recycling
Neben dem reinen Kapazitätsausbau ermöglicht die Anlage auch eine deutliche Erweiterung der Produktpalette. Erstmals können am Standort Gewerbe- und Sperrmüll vollständig behandelt und sortiert werden. Abbruch-Materialien werden auf diese Weise als Sekundärrohstoffe wieder dem Markt zur Verfügung gestellt. So wird beispielsweise aufbereiteter Beton zu Splitt in verschiedenen Körnungen verarbeitet und fließt direkt zurück in die Baustoffindustrie.
Infrastruktur als Schlüssel zur Zirkularität
Solche industriellen Anlagen sind ein entscheidender Baustein für die Vision eines zirkulären Bauens. Konzepte wie Urban Mining und die Etablierung lokaler Ressourcen-Hubs benötigen verlässliche, großkalibrige Partner in der Region, um die immensen Stoffströme der Bauwirtschaft tatsächlich im Kreislauf zu halten. Die Anlage in Cottbus zeigt, dass die Transformation von der linearen Entsorgung hin zur echten Wertschöpfung in vollem Gange ist – und exakt jene nachhaltigen Lösungen bietet, die der Markt heute dringend fordert.