Ford gibt Neuigkeiten zu seinem Peer-2-Peer Car Sharing Programm und dem MoDe: Flex Bike bekannt.

Der amerikanische Autohersteller lässt es sich nicht nehmen und steigt nach sechs Monaten intensiver Planung, Tests und Recherche ebenfalls auf den Smart Mobility-Zug auf. Was Toyota beispielsweise noch als Test in Grenoble mit dem Ha:M-Projekt ausprobiert oder was in Deutschland meistens unter Carsharing verstanden wird (DriveNow,Car2Go und Flinkster), interpretiert der Konzern neu. Ford macht es all jenen, die einen ihrer Wagen finanzieren, möglich das Fahrzeug an andere Nutzer zu verleihen. Dies ist besonders vorteilhaft, da sich so die monatlichen Kosten des Wagens verringern. Das Konzept wird erstmal als Pilotversion in sechs amerikanischen Städten und London anlaufen. Ford hat 14.000 und 12.000 Kunden dazu eingeladen sich für das Programm anzumelden und die finanzierten Wagen für Kurzstrecken und Kurzzeit-Nutzungen zu leihen.

Mit Getaround und easyCar Club unter einer Decke

Damit das Projekt realisierbar bleibt und eine Übersicht, wie auch Kontrolle über die finanzierten Wagen garantiert werden kann, läuft das Ganze in Amerika über die Ride-Share Community Getaround. In London wenden sich Kunden und Neugierige zukünftig an das Verleih-System easyCar Club. Es werden bis zu 50 Wagen zur Verfügung gestellt und strategisch an bis zu 20 Orten verteilt werden. Wird nur in eine Richtung gefahren und nicht zurück, soll ein Parkplatz garantiert werden. Die Abrechnung geschieht on the go – Preise werden per Minute kalkuliert.

Vorteile und Zukunftsaussichten

Interessant hierbei ist erstmal die Kostensenkung der Wagen für Privatbesitzer. Meistens steht der Wagen ja doch nur auf einem Parkplatz, da man ihn nur nutzt um zur Arbeit zu gelangen oder einkaufen zu gehen. In den „toten“ Zeiten jedoch könnten andere Personen von dem Fahrzeug Gebrauch machen und so die Finanzierungskosten mittragen. Für die Zukunft könnte das bedeuten, vor allem im Falle von E-Wagen oder Hybridfahrzeugen wie dem Focus Electric, eine nahezu lückenlose, effiziente und umweltschonendere und multi-modale, alternative Fortbewegung bieten zu können.

MoDe: Flex Bike – Wenn das Auto unpraktisch wird

Zusätzlich zum Peer-2-Peer Carsharing Programm bietet Ford nun auch eine andere Modalität an, um den Berufsverkehr anders zu gestalten und schnell unterwegs zu sein. Das elektrische MoDe: Flex Fahrrad soll in Städten mit großer Autodichte Abhilfe schaffen und denjenigen eine Alternative bieten, die keinen Wagen fahren wollen.  Das Tolle am MoDE: Flex ist, dass es je nach Straßen- und Untergrundbeschaffenheit konfiguriert werden kann. Vorder- und Rückelemente, wie auch Räder können je nach Bedarf ausgetauscht werden, da das Batteriepack samt Motor in der Mitte des Rahmen angebracht ist. Ein weiteres brillantes Feature ist, dass das Bike auseinander genommen werden kann und so in jedem Ford Kofferraum Platz findet, wo es  – man staune – aufgeladen werden kann! Durch die MoDe: Link App kann das Bike an das Smartphone gekoppelt werden.

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FEATURES FEATURES FEATURES, BABY!

Die App hilft dabei Wetter-, Stau- und Zeitvoraussagen zu treffen und Informationen zum Verkehr und den öffentlichen Verkehrssystemen zu sammeln und einem eine perfekte wie auch die kostengünstigste Route vorzuschlagen. Fitnessfreunde und Gesundheitsfanatiker werden sich freuen, denn es wird auch angezeigt, was man alles so auf dem Bike abstrampelt und wie man sich mit der Ausdauer und Fettverbrennung macht. Interessant ist auch das Feature „no sweat“. Hier wird dann gerade soviel E-Kraft auf die Pedale geleitet, dass man nicht nass zur Arbeit erscheint. Für die Sicherheit ist auch gesorgt. Schlaglöcher, Hindernisse und andere gefährliche Dinge werden dem Strampelnden per Vibration vorher mitgeteilt, sodass man nicht davon überrascht wird.

Text: Anna Lazarescu

Bilder: Ford

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