NASA und Nissan

NASA und Nissan stecken die Köpfe zusammen

Automobilhersteller Nissan und die Nationale Aeronautik- und Raumfahrtbehörde NASA haben einen Rahmenvertrag unterschrieben, der die Investition in autonome Fahrzeugsysteme begünstigt.

Der Vertrag zwischen dem NASA Ames Research Center und dem nordamerikanischen Zweig Nissans umfasst einen Zeitraum von fünf Jahren und sieht die Entwicklung und Verbesserung von emissionsfreien, autonomen Wagen vor, welche sowohl auf der Erde, als auch im All genutzt werden können. Hierbei schließt der Vertrag nicht nur das Testen der Wagen auf dem NASA Ames Gelände vor, sondern auch die gemeinsame Arbeit an der Mensch-Maschine Interface, den Konzepten und der Software und den Algorithmen der Prototypen vor.

Nissan Leaf als Ausgangspunkt

Nissan gab erst kürzlich bekannt, dass bis 2020 selbständig fahrende, kraftstoffreie Fahrzeuge auf den Straßen zu finden sein würden. Der Konzern investiert bereits seit zwei Jahren, Ressourcen und Know-How in die Herstellung innovativer Technologien, Apps und den dazugehörigen Test-Softwares für die Robotik-Komponenten für selbständig fahrende Vehikel. Anzunehmen ist, dass der Nissan Leaf als Kernmodel für weitere Fahrzeuge genutzt werden wird. CEO Carlos Ghosn gab zu verstehen, dass die Kollaboration der beiden Firmen, die Arbeit an sichereren autonomen Technologien positiv beschleunigen und beeinflussen würde, sodass selbst ein Einsatz im hindernisreichen Straßenverkehr denkbar ist.

Ames setzt auf Entwicklung seiner Space-Rover

Auch für NASA Ames gestaltet sich die Zusammenarbeit förderlich. Ames war bislang in große NASA-Projekte involviert, wie den Mars Rover, Roboter für die internationale Raumstation und Next Generation Luftfahrt Management Systeme. Alle Areale, die Nissan abdeckt und nun in der Kollaboration mit NASA unter Beweis stellt, überschneiden sich somit mit den eigenen Forschungs- und Arbeitsfeldern, sodass beide Firmen voneinander profitieren können, so Geschäftsführer S. Pete Worden von NASA Ames. Hierbei geht es NASA darum, in naher Zukunft besser Rover für den Gebrauch im All herzustellen, die nicht nur das ferngesteuerte Transportieren von Materialien und Ladungen möglich machen, sondern auch von Menschen.

Text: Anna Lazarescu

Bilder: NASA/Ames/Dominic Hart